Die WM als Vorteil für Eintracht Frankfurt? Während viele Vereine befürchten, dass ihre Nationalspieler nach dem Turnier ausgelaugt in die Saisonvorbereitung starten, glaubt Eintracht-Legende Jan Åge Fjørtoft (59) genau das Gegenteil. Von den ursprünglich neun Frankfurter WM-Teilnehmern sind noch drei im Rennen: Aurèle Amenda (22, Schweiz), Arthur Theate (26, Belgien) und Ayoube Amaimouni (21, Marokko). Für den früheren Torjäger ist das sogar ein Trumpf für die kommende Saison.
Fjørtoft: „Eine WM ist immer positiv“
Der Kult-Stürmer sagte zum Eintracht-Klubmedium: „Für alle Spieler ist eine WM positiv. Das war bei mir auch so. 1994 habe ich die WM in den USA gespielt, und danach kam bei mir eine der besten Saisons meiner Karriere. Ich wollte sofort trainieren, mich mit den besten der Welt messen. Auch wenn eine WM für einen persönlich nicht optimal verlaufen ist, ist es trotzdem ein Großereignis gewesen. Insgesamt ist es gut für die kommende Saison der Eintracht.“
Als TV-Experte begleitet Fjørtoft die WM aktuell für ServusTV und ESPN. Er erlebt hautnah, wie Spieler bei einem solchen Turnier über sich hinauswachsen können.
Marokko als Überraschungskandidat
Besonders gespannt blickt Fjørtoft auf Marokko – und damit auf Ayoube Amaimouni. Den Afrikanern traut der Ex-Stürmer sogar den nächsten großen Coup zu, im Viertelfinale stehen sie nach dem 3:0 gegen Kanada bereits. Fjørtoft meint: „Wir sollten uns daran gewöhnen, dass Marokko ein Kandidat fürs Halbfinale oder sogar mehr ist. Sie sind amtierender WM-Vierter, Siebter in der FIFA-Rangliste. Marokko wird gerne unterschätzt, sie können weit kommen.“ Klar ist: Je weiter Marokko noch kommt, desto später wird Amaimouni zur Eintracht stoßen.
Saisonvorbereitung der Eintracht startet
Für die Hessen beginnt die Vorbereitung auf die Saison 2026/27 schon in wenigen Tagen. Am 11. und 12. Juli stehen zunächst Leistungs- und Medizinchecks auf dem Programm, ehe Rückkehrer-Trainer Adi Hütter (56) am 13. Juli erstmals zum Mannschaftstraining bittet. Vom 23. Juli bis 1. August geht es dann ins Trainingslager in Grassau am Chiemsee. Dort sollen die WM-Fahrer von ihrem Rückenwind profitieren.



