Der FC St. Pauli hat nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die Konsequenzen gezogen und sich von Cheftrainer Fabian Blessin getrennt. Der Verein gab die Entscheidung am Montag bekannt. Blessin war erst im Sommer 2023 vom VfL Bochum gekommen und hatte einen Vertrag bis 2026 unterschrieben.
Enttäuschende Saison
Die Mannschaft beendete die Saison auf dem 17. Platz und muss somit den Gang in die 3. Liga antreten. In 34 Spielen holte St. Pauli lediglich 32 Punkte und wies eine negative Tordifferenz von -18 auf. Besonders die Rückrunde verlief katastrophal: Nur drei Siege aus 17 Partien.
Reaktionen aus dem Verein
Sportchef Andreas Bornemann sagte: „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber wir sind überzeugt, dass ein neuer Impuls nötig ist, um den Wiederaufstieg zu schaffen. Wir danken Fabian für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute.“ Auch die Spieler zeigten sich betroffen. Kapitän Marcel Hartel meinte: „Fabian hat immer alles gegeben, aber manchmal passt es einfach nicht.“
Blessin selbst äußerte sich enttäuscht: „Ich bin traurig, dass es nicht geklappt hat. Ich habe mein Bestes gegeben, aber am Ende zählen die Ergebnisse. Ich wünsche dem Verein und den Fans alles Gute für die Zukunft.“
Suche nach einem Nachfolger
Der FC St. Pauli hat bereits die Suche nach einem neuen Trainer eingeleitet. Als mögliche Kandidaten gelten unter anderem Timo Schultz, der bereits von 2018 bis 2022 in Hamburg arbeitete, und der ehemalige Düsseldorfer Trainer Daniel Thioune. Auch ein externer Kandidat ist nicht ausgeschlossen. Der Verein möchte möglichst schnell Klarheit schaffen, um die Planungen für die kommende Saison voranzutreiben.
Die Fans reagierten gemischt. Während einige die Entscheidung begrüßen, zeigen andere Verständnis für die schwierige Situation. In den sozialen Medien wird kontrovers diskutiert. Einige fordern eine grundlegende Neuausrichtung des Vereins, während andere auf Kontinuität setzen.
Der FC St. Pauli steht vor einem Neuanfang. Der Abstieg ist ein schwerer Schlag für den Kultclub, der in den letzten Jahren sportlich und wirtschaftlich stabil war. Nun gilt es, die richtigen Weichen zu stellen, um schnellstmöglich zurückzukehren.



