Am Donnerstag startet die Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA – und der 1. FC Nürnberg schaut erneut nur zu. Wie bereits bei den Turnieren 2018 in Russland und 2022 in Katar steht auch diesmal kein Profi des Clubs im Kader eines WM-Teilnehmers. Die aktuellen Nationalspieler Adam Markhiev (24, Finnland), Luka Lochoshvili (28, Georgien), Fabio Gruber (23, Peru) und Styopa Mkrtchyan (23, Armenien) haben sich mit ihren Teams nicht qualifiziert.
Letzte WM-Teilnahme 2014
Das letzte Mal, dass Spieler des 1. FC Nürnberg an einer Weltmeisterschaft teilnahmen, war 2014 in Brasilien. Damals stellte der Club gleich vier Akteure: den US-Amerikaner Timothy Chandler (36, heute Eintracht Frankfurt), den Schweizer Josip Drmic (33, Karriereende) sowie die Japaner Makoto Hasebe (42, Karriereende) und Hiroshi Kiyotake (36, Oita Trinita). Seitdem hat kein FCN-Profi mehr bei einer WM mitgewirkt.
FIFA-Abstellungsgebühr trotz Nichtqualifikation
Interessant ist jedoch: Obwohl diesmal kein Nürnberger zur WM reist, kassiert der Verein eine Abstellungsgebühr von der FIFA. Der Weltverband schüttet eine Rekordsumme von 355 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 308 Millionen Euro) an die Klubs aus, davon 100 Millionen für WM-Qualifikationsspiele. Durch die insgesamt acht Partien, die Lochoshvili und Markhiev während ihrer Zeit in Nürnberg in der Qualifikation bestritten haben, erhält der Club rund 16.000 Euro.
Acht Ex-Nürnberger beim Turnier
Ganz ohne FCN-Bezug findet das XXL-Turnier in Nordamerika jedoch nicht statt. Immerhin acht ehemalige Nürnberg-Profis stehen in den Kadern der 48 teilnehmenden Nationen. Nathaniel Brown (22, Eintracht Frankfurt) und Jamie Leweling (25, VfB Stuttgart) sind im deutschen Aufgebot. Can Uzun (20, Frankfurt) spielt für die Türkei, Jens Castrop (22, Borussia Mönchengladbach) für Südkorea und Nikola Vasilj (30, zuletzt FC St. Pauli) für Bosnien-Herzegowina. Außerdem dabei: der Österreicher Alessandro Schöpf (32, wechselt von Wolfsberg nach Linz), der Neuseeländer Sarpreet Singh (27, von Wellington nach Topola ausgeliehen) sowie der Kolumbianer Gustavo Puerta (22, Racing Santander).
Für den 1. FC Nürnberg bleibt die Hoffnung, dass bei der nächsten WM 2030 wieder ein aktiver Club-Profi dabei sein wird. Bis dahin tröstet man sich mit der kleinen FIFA-Einnahme und den Ex-Spielern, die für FCN-Farben auf internationaler Bühne stehen.



