England hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft einen Dämpfer hinnehmen müssen. Nach dem 4:2-Auftaktsieg gegen Kroatien reichte es für die Three Lions im zweiten Gruppenspiel gegen Ghana nur zu einem torlosen Remis. Vor 63.983 Zuschauern in Boston enttäuschte die Offensive um Kapitän Harry Kane, der eine Großchance in der 86. Minute vergab. Trainer Thomas Tuchel zeigte sich nach der Partie enttäuscht: „Harry macht den normalerweise rein. Wenn du kein Tor schießt, wenn die so tief stehen, dann wird es einfach verdammt schwer.“
Beste Chancen vergeben: Kane und O'Reilly scheitern
Die beste Gelegenheit für England hatte zuvor Nico O'Reilly mit einem Kopfball an die Latte. Den Nachschuss setzte Kane über das Tor. Damit verpasste der Bayern-Stürmer die Chance, sich mit seinem zehnten WM-Tor zum alleinigen Rekordtorschützen Englands zu krönen. Er bleibt mit Gary Lineker gleichauf. „Es waren Chancen da, aber leider konnten wir uns nicht belohnen“, resümierte Tuchel.
Ghana zeigte eine kompakte Defensivleistung und ließ kaum gefährliche Aktionen der Engländer zu. Die Three Lions hatten zwar mehr Ballbesitz, doch die Afrikaner verteidigten diszipliniert und erspielten sich selbst einige Konterchancen. Am Ende stand ein verdientes Unentschieden, das für beide Teams noch alles offen lässt in der Gruppe.
Kroatien siegt zum Modric-Jubiläum: 1:0 gegen Panama
Während England patzte, feierte Luka Modric mit Kroatien einen wichtigen Sieg. In seinem 200. Länderspiel setzte sich der Vize-Weltmeister von 2018 mit 1:0 (0:0) gegen Panama durch. Vor 43.036 Zuschauern in Toronto erzielte Joker Ante Budimir in der 54. Minute den entscheidenden Treffer. Damit wahrte Kroatien seine Chance auf den Einzug in die Zwischenrunde. Für Panama bedeutete die zweite Niederlage das vorzeitige Aus. Das letzte Gruppenspiel gegen England ist für die Mittelamerikaner bedeutungslos.
In der Gruppe B führt Ghana mit 4 Punkten vor England (4) und Kroatien (3). Panama ist mit 0 Zählern ausgeschieden. Das abschließende Duell zwischen Kroatien und Ghana wird richtungsweisend sein.
Trainer dementieren Absprachen: Kanada und Schweiz wollen Sieg
Vor dem Duell zwischen Kanada und Schweiz haben beide Trainer Spekulationen über ein mögliches Unentschieden zurückgewiesen. Kanadas Coach Jesse Marsch betonte: „Der schlechteste Weg zu einem Unentschieden ist, darauf zu spielen. Du musst auf Sieg spielen. Wir werden mit der Mentalität und der Taktik ins Spiel gehen, auf Sieg zu spielen.“ Auch der Schweizer Trainer Murat Yakin strebt einen Sieg an, um den Gruppensieg zu sichern: „Wenn wir Erster sind, gibt es drei, vier Tage mehr Erholungszeit. Das ist immer ein großer Vorteil.“
Die Partie am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Vancouver entscheidet über den Gruppensieg. Ein Remis würde beiden Teams reichen, um sicher ins Sechzehntelfinale einzuziehen. Kanada würde bereits ein Unentschieden für den Gruppensieg genügen.
Neymar vor WM-Debüt: Brasilien-Trainer gibt Einsatz frei
Brasiliens Superstar Neymar steht vor seinem ersten Einsatz bei dieser WM. Trainer Carlo Ancelotti bestätigte, dass der 34-Jährige seine Wadenverletzung auskuriert hat. „Er ist einsetzbar. Er hat sehr gut trainiert. Er ist fit und bereit, zu spielen“, sagte Ancelotti. Die Brasilianer treffen in ihrem letzten Gruppenspiel in Miami auf Schottland (Donnerstag, 00.00 Uhr/Magenta TV). Neymar hatte die ersten beiden Vorrundenspiele gegen Marokko (1:1) und Haiti (3:0) verpasst.



