Arnaldi muss Halbfinale absagen: Virus stoppt Italiener
Paris, 5. Juni 2026 – Für Tennisprofi Matteo Arnaldi (25) endete das Halbfinale der French Open in Paris bereits vor dem ersten Aufschlag. Der Italiener, der sensationell ins Halbfinale eingezogen war, musste nur wenige Minuten vor dem geplanten Matchbeginn gegen seinen Landsmann Flavio Cobolli (24) zurückziehen. Grund war ein schwerer Virusinfekt, der ihn in der Nacht zuvor überraschte. Somit steht Cobolli am Sonntag im Endspiel gegen Alexander Zverev (29), der am Nachmittag den Tschechen Jakub Mensik (20) besiegt hatte.
Arnaldi schilderte seine Symptome: „Ich fühlte mich seit letzter Nacht nicht gut. Irgendetwas stimmte mit meinem Magen nicht. Um ein Uhr wachte ich auf und es ging mir schlecht. Ich versuchte weiterzuschlafen, aber es war kaum möglich. Gegen sechs oder sieben Uhr wurde es richtig schlimm, der Arzt kam. Ich hatte Schüttelfrost und Fieber. Bis jetzt kann ich mich nicht bewegen, nichts essen oder trinken.“ Über die Ursache konnte er nur spekulieren: „Ob es vom Abendessen kam oder woanders her, ich weiß es nicht. Ich kam jedenfalls nicht aus dem Bad heraus. Am Freitag habe ich noch gut trainiert, alles war in Ordnung.“
Auch auf der Anlage scheiterte ein letzter Versuch, doch noch zu spielen. „Ich habe alles versucht, aber es geht wirklich nicht. Daher ist dies die richtige Entscheidung. Ich denke, es ist ein Virus. Es tut mir leid für alle, die ein Ticket hatten, aber ich freue mich für Flavio, dass er im Finale steht.“
Cobolli zeigt Mitgefühl und freut sich aufs Finale
Cobolli, Arnaldis bester Freund, richtete bewegende Worte an seinen Kumpel: „Ich sagte ihm, er ist eine riesige Inspiration für uns alle, ein großartiger Spieler und abseits des Platzes der beste Mensch, den man sich wünschen kann. Wir haben gesehen, was für ein fantastisches Tennis er spielen kann.“ Nun profitiert ausgerechnet Cobolli vom Rückzug seines Freundes. „Ich musste weinen, als er es mir vor einer Stunde sagte. Ich war sehr traurig für ihn. Jetzt bin ich im Finale. So bin ich gleichzeitig traurig und glücklich.“
Ob die nun fast vier freien Tage für ihn ein Vorteil sind? Cobolli lachte: „Das sage ich euch nach dem Finale. Manchmal helfen sie, manchmal nicht. Ich werde heute Abend noch trainieren, und wir beide werden bereit für das Finale sein.“



