Jürgen Klopp (59) soll und will neuer Bundestrainer werden. Die bevorstehende Verpflichtung wird natürlich auch im erfolgreichsten Verein Deutschlands genau verfolgt: Wie finden das eigentlich die Bayern?
Die Vergangenheit von Klopp zum Rekordmeister war vor allem in seiner Zeit als BVB-Trainer (von 2008 bis 2015) von einer großen Rivalität geprägt. Die beiden Meisterschaften 2011 und 2012 und vor allem das legendäre 5:2 mit dem BVB im Pokalfinale 2012 waren eine Demütigung für den Rekordmeister. Das Verhältnis ist aber seit Jahren zwischen beiden Seiten gut und sehr belastbar.
Bayern lotsten Klopp bereits 2024 aus
Ein Beleg: Bei der Endlos-Trainersuche 2024 haben die Münchener sogar die Bereitschaft auf der Klopp-Seite abgeklopft, ob er als Trainer bereitstünde, bevor sie sich für Vincent Kompany (40) entschieden haben. Die klare Antwort war aber Nein – da Klopp im gleichen Sommer erst Liverpool verlassen hatte, ihm die Energie für den stressigen Job fehlte und er auf keinen Fall sofort wieder die nächste Aufgabe übernehmen wollte.
Klopp braucht als Bundestrainer Bayern
Leidet Bayerns Einfluss jetzt in der Nationalmannschaft? Auch das ist nicht zu erwarten. Klopp weiß genau, wie sehr er die Bayern und ein gutes Verhältnis als Bundestrainer zu den Bossen braucht. Es muss nicht herzlich sein wie zum BVB, aber von vollem Respekt geprägt – und das ist beidseitig der Fall. Sportlich braucht Klopp die Bayern auch wie keinen anderen Verein! Mit DFB-Kapitän Joshua Kimmich, Lennart Karl, Neu-Bayer Nathaniel Brown (kam für 55 Mio. aus Frankfurt), Jonas Urbig, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlović, Jamal Musiala, Tom Bischof und Serge Gnabry dürften gleich zehn Bayern-Spieler zum festen Kandidatenkreis des Klopp-Kaders zählen.
Frühere Annäherungsversuche der Bayern
Wie sehr die Bayern Klopp immer geschätzt haben, beweisen weitere Anfragen an ihn. Schon zweimal vor 2024 hatten die Bayern versucht, Klopp nach München zu lotsen. Im Interview mit „transfermarkt.de“ erzählte Klopp-Berater Marc Kosicke im Februar: „Der FC Bayern war zweimal sehr nah an uns dran. Einmal 2008: Uli Hoeneß wollte Jürgen Klopp, Karl-Heinz Rummenigge aber Jürgen Klinsmann. Und nach Niko Kovač (im November 2019, Anm. d. Red.), da war Jürgen aber bei Liverpool, wurde ebenfalls angefragt.“
Bayern-Patron Uli Hoeneß (74) ist ohnehin ein großer Klopp-Befürworter. Karl-Heinz Rummenigge (70) und Klopp laufen sich häufiger auf Sylt über den Weg. Auch Präsent und Ex-Adidas-CEO Herbert Hainer (73) schätzt den Markenbotschafter des DFB-Ausrüsters (bis Ende des Jahres). Der aktuelle Adidas-Vorstandsvorsitzende und Bayern-Anteilseigner Björn Gulden (61) pflegt sogar einen sehr engen Draht zu Klopp.
Klopp und Bayern – das wird eher eine Allianz für den deutschen Fußball als eine Hürde, die man überspringen muss.



