Oliver Baumann (36) äußert sich ehrlich zu seiner Degradierung kurz vor der Weltmeisterschaft. Lange galt der Schlussmann der TSG Hoffenheim als gesetzte Nummer 1 im deutschen Tor. Doch die Rückkehr von Manuel Neuer (40) änderte alles. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) erklärte den Bayern-Keeper zur ersten Wahl für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli). Somit muss Baumann die WM von der Bank aus verfolgen.
„Anfangs war es hart“
Wie schwer traf ihn diese Entscheidung? Nach dem knappen 2:1-Sieg gegen die USA gestand Baumann am RTL-Mikrofon: „Anfangs war es natürlich hart. Das war nicht ganz cool von meinem Gefühl einfach her.“ Baumann vertrat Neuer, der wegen einer Wadenverletzung fehlte, wie schon zuvor gegen Finnland. Zum WM-Start soll jedoch Neuer wieder zwischen den Pfosten stehen.
Kein Gedanke an Absage
Trotz der Enttäuschung dachte Baumann nie daran, die WM-Reise abzusagen: „Aber mir war sofort klar, dass ich fürs Team da sein werde und mitgehe auch. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, nicht herzukommen. Es ist für mich ja auch eine WM und ich möchte da dabei sein, möchte der Mannschaft helfen.“
Auf Nachfrage des Reporters, ob er nichts geahnt habe, antwortete Baumann: „Ich würde es dabei gerne belassen und nicht weiter reingehen. Die Situation ist wie sie ist und ich konzentriere mich auf mich und auf die Mannschaft und darum geht’s. Wir haben jetzt hoffentlich einige Wochen vor uns und alles für den Erfolg wird getan.“
Verhältnis zu Neuer ungetrübt
Hat Neuers Rückkehr das Verhältnis der beiden Torhüter belastet? Baumann lachte: „Jetzt belass es doch dabei (lacht). Nein, unser Verhältnis ist gut – nach wie vor und wir werden beiden alles für die Mannschaft und den Erfolg tun.“ Nach dem Testspiel liefen die beiden gemeinsam durch die Katakomben und unterhielten sich lange.
In der Mixed Zone ergänzte Baumann: „Wir werden uns gut verstehen. Es ist alles sauber. Ich möchte auch nicht zu viel drauf rumreiten. Wie vorhin erwähnt, es geht um den Fokus auf uns und auf die Mannschaft und auf den Erfolg. Mit Manu verstehe ich mich super. Wir haben im Spiel auch kurz über ein, zwei Situationen gesprochen. Ganz normal, da ist alles gut.“
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