1860 München: Zwangsabstieg in die Regionalliga besiegelt
1860 München: Zwangsabstieg in die Regionalliga

Schock beim TSV 1860 München: Zwangsabstieg in die Regionalliga

Die Fans des TSV 1860 München sind fassungslos. Nach einem erbitterten Streit mit dem umstrittenen Investor Hasan Ismaik müssen die Löwen den bitteren Gang in die Regionalliga antreten. Am schwarzen Mittwoch eskalierte die Situation, als der Verein die geforderte Zahlungsfähigkeit für die Lizenz in der 3. Liga nicht nachweisen konnte. Die Frist verstrich, die Hoffnung auf eine Einigung zerschlug sich. Präsident Gernot Mang sprach auf einer improvisierten Pressekonferenz von einer sehr enttäuschenden Entwicklung.

Die Vorgeschichte: Streit um Darlehen und fehlende Millionen

Bereits Ende Mai hatte Ismaik die Darlehensverträge gekündigt und Forderungen gestellt, die der Stammverein aus juristischen und wirtschaftlichen Gründen nicht akzeptieren konnte. Dem Vernehmen nach fehlten 2,7 Millionen Euro für die Lizenz. Zwei Vertragswerke lagen am Ende vor – eines für den e.V., eines für die HAM-Seite –, aber eine Einigung blieb aus. Die Budgethoheit der KGaA liegt seit 2021 beim Aufsichtsrat, in dem HAM die Mehrheit hat. Mang zeigte sich über die Kündigung der Darlehen völlig überrascht.

Ismaiks Sicht: Wiederkehrende Defizite als Grund

Der Investor, der seit 2011 bei den Löwen engagiert ist, erklärte seinen Schritt mit den wiederkehrenden finanziellen Defiziten des Vereins. Jahr für Jahr hätten die Ausgaben die Möglichkeiten überstiegen, sodass zusätzliche Mittel nötig waren. Nach den gescheiterten Verhandlungen äußerte er große Traurigkeit und hofft auf eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine bessere Zukunft. Ismaik hält 60 Prozent der Kommanditgesellschafts-Anteile und hat nach eigenen Angaben fast 80 Millionen Euro in den Verein investiert. Ein Verkauf scheint möglich, nachdem ein Deal mit einem Schweizer Unternehmer platzte und Thomas Hitzlsperger Interesse bekundete.

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Unterschiede zum Abstieg 2017

Anders als beim letzten Zwangsabstieg 2017 herrscht diesmal keine Aufbruchstimmung. Damals diente die zweite Mannschaft als Gerüst, die in der Regionalliga Zweiter geworden war. Unter Trainer Daniel Bierofka und mit Spielern wie Sascha Mölders gelang der sofortige Wiederaufstieg. Diesmal fehlt ein positiver Impuls. Die U21 schloss die Saison in der 5. Liga zwar als Spitzenreiter ab, doch der Kader für die Regionalliga ist dünn. Nur acht Spieler haben einen Vertrag für die 4. Liga, die bereits Ende Juli beginnt. Spieler wie Kevin Volland oder Florian Niederlechner werden den Verein verlassen.

Auswirkungen auf die 3. Liga und Regionalliga

Durch den Zwangsabstieg der Löwen wird ein Platz in der 3. Liga frei. Der TSV Havelse, als bestplatzierter Absteiger, könnte diesen einnehmen. In der Regionalliga Bayern würde der TSV 1860 München voraussichtlich mit 19 statt 18 Vereinen starten. Allerdings ist fraglich, ob Ismaik seinen Anteil an der Finanzierung von rund einer Million Euro leistet. Sonst droht der KGaA die Insolvenz. Hauptsponsor Die Bayerische hat bereits von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, was eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen lässt.

Trainerfrage und Zukunftsaussichten

Trainer Markus Kauczinski könnte durch Alper Kayabunar von der U21 ersetzt werden, sollte Kauczinski den Weg in die Viertklassigkeit nicht antreten wollen. Die Mannschaft wird sich stark verändern, und die Löwen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Fans weinen bitterlich, 60 Jahre nach dem Meistertitel stürzt der Verein ins nächste Tal der Tränen.

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