Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz mit 1:3 (0:1, 0:0, 1:2) gegen Finnland verloren. Das einzige Tor für das Team von Bundestrainer Harold Kreis erzielte Stefan Loibl von den Straubing Tigers in der 49. Minute. Für den favorisierten Olympiadritten Finnland trafen NHL-Star Anton Lundell (9.), Jesse Puljujärvi (44.) und Aatu Räty (56.).
Bereits vor dem Spiel gab es einen Rückschlag: NHL-Profi Nico Sturm wird die deutsche Mannschaft nicht verstärken. Der 31-jährige Stanley-Cup-Sieger von 2022 und 2025 reist trotz des Play-off-Aus mit Minnesota Wild nicht nach. Zuvor hatten bereits Leon Draisaitl, Tim Stützle und JJ Peterka abgesagt. Lukas Reichel stieß am Donnerstag zum Team, wurde aber noch nicht eingesetzt.
Im ersten Gruppenspiel stand die DEB-Auswahl um Torhüter Philipp Grubauer größtenteils gut, war vor dem gegnerischen Tor aber zu harmlos. Joshua Samanski vergab früh eine Topchance in Überzahl. Finnland war dagegen eiskalt: Lundell ließ Grubauer mit einem platzierten Schuss im Powerplay keine Abwehrchance. Danach verhinderte Grubauer mit mehreren Paraden weitere Gegentreffer, und Verteidiger Moritz Seider zeigte zwei sensationelle Abwehraktionen.
Finnland half der deutschen Mannschaft mit vielen Strafen, aber nur Samanski kam zu einer Möglichkeit. „Wir können nicht zufrieden sein, wenn man sieht, wie oft wir Powerplay hatten“, sagte Stürmer Dominik Kahun. Die Finnen zeigten im zweiten Überzahlspiel, wie Powerplay geht: Puljujärvi erhöhte auf 2:0. Die DEB-Auswahl steckte nicht auf und kam durch Loibl zum Tor, doch Raty machte mit dem 3:1 alles klar.
Schon am Sonntag im zweiten Gruppenspiel gegen Lettland könnte sich zeigen, ob das Ziel Viertelfinale erreichbar ist. Weitere Gegner sind Gastgeber Schweiz, Titelverteidiger USA, Ungarn, Österreich und Aufsteiger Großbritannien.



