Schlotterbeck-Diagnose: DFB-Star wartet auf MRT-Auswertung
Schlotterbeck-Diagnose: DFB-Star wartet auf MRT

Zwei Tage nach seiner Verletzung im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste wartet die Fußball-Nation weiterhin auf eine genaue Diagnose für Nico Schlotterbeck. Der 26-jährige BVB-Star hatte sich am Samstag bereits nach 13 Minuten am Knöchel verletzt, spielte die erste Halbzeit jedoch unter Schmerzen zu Ende. Bundestrainer Julian Nagelsmann bestätigte, dass das Innenband betroffen sei, und äußerte sich pessimistisch: „Es sieht nicht gut aus – leider!“ Eine offizielle Diagnose steht jedoch aus.

Warum verzögert sich die Diagnose?

Sportmediziner Dr. Thorsten Dolla aus Berlin äußerte gegenüber BILD Verwunderung über die fehlende Diagnose: „Ich habe mich auch etwas gewundert, dass noch keine Diagnose bekannt gegeben wurde. Es hat vermutlich nichts mit der Schwellung zu tun. Wie es heißt, soll es sich um das Innenband handeln. Das ist stabiler als das Außenband und schwillt seltener an. Ich denke, das lange Warten hat eher organisatorische Gründe, bis das Bild der MRT ausgewertet ist.“

Bereits im Stadion hatte es eine erste Schnell-Untersuchung gegeben. Die Ärzte hegen den schlimmen Verdacht, dass sich Schlotterbeck das Band am Sprunggelenk gerissen haben könnte.

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Wie stehen Schlotterbecks Chancen auf einen WM-Einsatz?

Dr. Dolla bewertet die Situation vorsichtig optimistisch: „Ich hoffe sehr, soweit man das aus der Ferne beurteilen kann, dass das Band nicht gerissen ist. Dann könnte er nach zwei Wochen in diesem Turnier noch zum Einsatz kommen.“ Sollte der BVB-Star ausfallen, würde Antonio Rüdiger seine Rolle in der Viererkette neben Jonathan Tah einnehmen. Rüdiger machte seine Sache gegen die Elfenbeinküste ordentlich und wird wohl auch gegen Ecuador in der Startelf stehen.

Positive Signale trotz Verletzung

Trotz der ungewissen Lage zeigte sich Schlotterbeck bei der Rückkehr ins Teamquartier in Winston-Salem am Samstagabend gut gelaunt und lächelte sogar. An seiner Seite waren seine Frau Sabrina und eines der beiden gemeinsamen Kinder. Das Sonntagstraining fand bereits ohne Schlotterbeck statt. Auffällig: Zu Beginn der Einheit suchte Nagelsmann das Gespräch mit Mannschaftsarzt Jochen Hahne. Beide setzten sich auf eine Mauer am Rande des Platzes und führten ein bemerkenswert ausführliches Gespräch von weit über zehn Minuten Dauer. Der Verdacht liegt nahe, dass es dabei vor allem um Schlotterbeck ging.

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