Klopp als Bundestrainer: So könnte die DFB-Elf der Zukunft aussehen
Klopp als Bundestrainer: Die DFB-Zukunft

Nach dem enttäuschenden WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) steht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Der heißeste Anwärter auf die Nachfolge ist Jürgen Klopp (59), der bereits seine Bereitschaft erklärt hat. Nun müssen letzte Details geklärt werden. Mit Klopp an der Spitze soll ein Umbruch eingeleitet werden, der jungen Spielern Chancen eröffnet. Wie die Mannschaft der Zukunft aussehen könnte, zeigt WELT AM SONNTAG.

Torhüter: Urbig als neue Nummer eins?

Manuel Neuer wird mit 40 Jahren seine Karriere in der Nationalelf beenden, seine Rückkehr war ausschließlich für die WM. Oliver Baumann (36) könnte vorübergehend die Nummer eins sein, doch Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg plädiert in seiner Kolumne bei T-Online für Jonas Urbig (22) vom FC Bayern: „Beim nächsten Länderspiel muss Jonas Urbig als neue deutsche Nummer eins im Tor stehen.“ Die Lösung Baumann ergebe langfristig keinen Sinn. „Jetzt muss Urbig ran – wenn er seine starken Leistungen aus der vergangenen Saison beim FC Bayern bestätigt und vermehrt Spielzeit neben Neuer bekommt.“ Auch Noah Atubolu (24, SC Freiburg) und Dennis Seimen (20, VfB Stuttgart) könnten Chancen erhalten.

Abwehr: Neue Gesichter auf den Außenbahnen

Nathaniel Brown (23) hat sich bei der WM als mutiger Außenverteidiger empfohlen. Er wechselt nun zum FC Bayern und dürfte durch Champions-League-Einsätze weiter reifen. Auf der rechten Seite könnte Philipp Treu (25, SC Freiburg) eine Option sein. In der Innenverteidigung können Nico Schlotterbeck (26, Borussia Dortmund) und Jonathan Tah (30, FC Bayern) weiterhin gemeinsam agieren. Waldemar Anton (29, BVB) und Malick Thiaw (24, Newcastle United) könnten mehr Spielzeit bekommen. Antonio Rüdigers (33, Real Madrid) Rücktritt aus der Nationalelf gilt als denkbar, da er seinen Stammplatz vor der WM verlor.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Yann Bisseck (25) gewann mit Inter Mailand das Double in Italien, wurde aber von Nagelsmann nicht für die WM nominiert. Mittel- und langfristig trauen Experten Karim Coulibaly (Werder Bremen) den Sprung in die Nationalelf zu. Auch Finn Jeltsch (19, VfB Stuttgart), Nnamdi Collins (22, Eintracht Frankfurt) und der 18-jährige Rechtsverteidiger Rafael Pinto Pedrosa (Karlsruher SC) gelten als vielversprechend.

Mittelfeld: Generationenwechsel zeichnet sich ab

Die Generation um Kapitän Joshua Kimmich bleibt bei großen Turnieren titellos. Weltmeister Mats Hummels sagte bei MagentaTV: „Da kann ich mir schon vorstellen, dass einige zurücktreten werden.“ Kimmich selbst schloss einen Rücktritt aus. Tom Bischof (21), den Nagelsmann nicht für die WM nominierte, wird von vielen als „neuer Kimmich“ gesehen. Aleksandar Pavlović (22, FC Bayern) zeigte bei der WM starke Ansätze, ließ aber nach. Felix Nmecha (24) muss sich ebenfalls neu beweisen. Angelo Stiller (25, VfB Stuttgart) ist künftig eine Alternative im Mittelfeld.

Außenbahn und zentrale Offensive: Junge Talente drängen nach

Der 18-jährige Lennart Karl wäre wohl Teil der WM-Startelf gewesen, verletzte sich aber kurz vor dem Turnier. Ihm gehört die Zukunft. Auch Said El Mala (19, 1. FC Köln), Jamie Leweling (25, VfB Stuttgart) und Assan Ouedraogo (20, RB Leipzig) sind Kandidaten. Die entscheidenden Spieler bleiben Florian Wirtz (23, FC Liverpool) und Jamal Musiala (23, FC Bayern). Dazu könnte bald Kennet Eichhorn (16) kommen, der von Hertha BSC zu Bayer Leverkusen wechselte.

Im DFB hält man zudem viel von Wael Mohya (17, Borussia Mönchengladbach), der auch für Marokko spielen könnte. Sein Marktwert wird auf rund 17 Millionen Euro geschätzt. Paris Brunner (20, AS Monaco) bleibt ebenfalls ein Thema.

Sturm: Havertz und Woltemade als Säulen

Kai Havertz (27) bleibt wichtig für die Zukunft. Nick Woltemade (24) kam bei der WM erst gegen Paraguay zum Einsatz, hatte aber in der Qualifikation überzeugt. Deniz Undav (29, VfB Stuttgart) wird wohl weiter zum Kader gehören. Kevin Schade (24, FC Brentford) wurde von Nagelsmann nicht nominiert, könnte aber eine neue Chance bekommen. Nicolò Tresoldi (21, FC Brügge) überzeugt in der belgischen Liga und der U21. Brajan Gruda (22, zuletzt RB Leipzig) darf ebenfalls hoffen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration