Die Füchse Berlin haben sich mit einem eindrucksvollen Sieg im Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt auf das Final-Wochenende der Champions League eingestimmt. Die Mannschaft von Trainer Nicolej Krickau gewann zum Abschluss der Bundesliga-Saison gegen die Norddeutschen mit 43:38 (22:20) und tankte damit reichlich Selbstvertrauen vor dem Halbfinale der Champions League gegen den SC Magdeburg am kommenden Samstag.
Gidsel mit persönlichem Rekord
Bester Berliner Werfer war einmal mehr der Welthandballer Mathias Gidsel, der mit 18 Treffern einen persönlichen Rekord in der Handball-Bundesliga aufstellte. Noch nie zuvor war der Skandinavier in einer HBL-Partie so erfolgreich. Mit insgesamt 317 Toren sicherte er sich zudem den Titel des Torschützenkönigs dieser Bundesliga-Saison. Seine Leistung war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Füchse das Spiel noch drehen konnten.
Verabschiedung von Leistungsträgern
Nach dem Spiel wurden mehrere Leistungsträger verabschiedet, die den Verein verlassen. Dazu gehören Lasse Andersson, Lukas Herburger und Dejan Milosavljev. Sie wurden von den Fans gebührend gefeiert, nachdem sie maßgeblichen Anteil am Erfolg der Mannschaft in den vergangenen Jahren hatten.
Champions-League-Teilnahme quasi sicher
Dass die Berliner Rang zwei und damit die Qualifikation für die Champions League in der kommenden Saison quasi sicher haben, war aufgrund des klar besseren Torverhältnisses schon vor Anpfiff klar. Formal müssen die Füchse beim europäischen Handballverband noch ein sogenanntes Upgrade beantragen. Dass dies genehmigt wird, gilt jedoch als gesichert. Noch einfacher wäre es, wenn der Klub nächste Woche erstmals in der Vereinshistorie die Champions League gewinnt. Der Sieger spielt nämlich auch in der kommenden Saison im wichtigsten europäischen Wettbewerb.
Gidsels One-Man-Show und Aufholjagd
Die Berliner Abwehr verschlief die Anfangsphase komplett und offenbarte riesige Lücken. Fast jeder Flensburger Angriff führte zu einem Tor, und nach rund zehn Minuten lagen die Hausherren mit 5:10 hinten. Weil allein Gidsel in der ersten Halbzeit mit 13 Treffern überragte, glichen die Gastgeber vier Minuten vor der Halbzeit zum 18:18 aus. Kurz darauf gingen sie erstmals in Führung. Nach der Pause zogen die Füchse in einem extrem temporeichen Spiel auf 30:26 davon. Nach zu vielen Fehlwürfen und Abspielfehlern hatten die Berliner den Vorsprung 15 Minuten vor Spielende wieder eingebüßt. Dank Keeper Milosavljev, der in seinem letzten Heimspiel noch einmal auftrumpfte, feierten die Füchse jedoch einen erfolgreichen HBL-Abschluss.



