Entscheidung gefallen: Eisbären überraschen bei ihrer Trainer-Auswahl
Berlin. Das Vermächtnis von Serge Aubin ist groß beim Rekordmeister. Nun soll Éric Dubois die Nachfolge des Titelsammlers antreten. Das ist ein Wagnis. Von Marcel Stein, Sport-Redakteur
03.06.2026, 10:49 Uhr
Stéphane Richer arbeitet zuverlässig. Ein paar Tage nach dem Gewinn der zwölften Meisterschaft der Eisbären Berlin kündigte der Sportdirektor des Klubs an, in etwa drei bis vier Wochen einen neuen Trainer präsentieren zu wollen. Am Mittwoch nun stellte der Rekordchampion der Deutschen Eishockey Liga (DEL) den neuen Coach vor. Éric Dubois heißt der Mann, der die Mannschaft jetzt übernimmt. Damit blieb Richer genau im avisierten Zeitrahmen.
Der Wechsel war nötig geworden, weil Erfolgstrainer Serge Aubin sich trotz laufenden Vertrags für einen Neubeginn in der Schweiz entschieden hat. Daher lösten die Berliner den Kontrakt mit dem Kanadier schweren Herzens auf. Fünf Meisterschaften binnen der vergangenen sechs Jahre gewann Aubin mit dem EHC. Dubois soll jetzt als Nachfolger weitere Erfolge sammeln. Allerdings überrascht die Personalie durchaus. Denn der 56-jährige Kanadier hat im Profibereich nie als Cheftrainer fungiert.
Dafür verfügt Dubois über reichlich Erfahrung als Assistent. Zuletzt war er beim Liga-Konkurrenten Ingolstadt beschäftigt. Davor arbeitete der frühere Verteidiger bei den Manitoba Moose in der AHL, dem Farmteam des NHL-Klubs Winnipeg. Die Entscheidung für Dubois ist also durchaus mutig, denn er muss in die großen Fußstapfen von Aubin treten. Die Fans und Experten sind gespannt, ob der Neue die erfolgreiche Ära fortsetzen kann.



