Verband macht Druck: Kabayel winkt WM-Kampf gegen Usyk
Der deutsche Schwergewichtsboxer Agit Kabayel steht kurz vor einem historischen Titelkampf. Der Weltverband World Boxing Council (WBC) hat Weltmeister Oleksandr Usyk eine Frist gesetzt, um gegen den Herausforderer Kabayel anzutreten. Sollte Usyk ablehnen, droht ihm der Verlust seines WBC-Gürtels.
WBC-Entscheidung: Pflichtverteidigung für Usyk
Wie WBC-Präsident Mauricio Sulaimán dem Portal boxingscene.com mitteilte, muss Usyk nach seiner jüngsten Titelverteidigung gegen den Kickboxer Rico Verhoeven in eine Pflichtverteidigung gegen Kabayel gehen. „Die Entscheidung des WBC lautete: Es gibt einen freiwilligen Titelverteidigungskampf, danach tritt der Sieger gegen Kabayel an“, erklärte Sulaimán. „Dieser Kampf wird heute angeordnet und ist für Usyk ein Pflichtkampf.“ Usyk hatte seinen WBC-Titel im Mai in Ägypten mit einem knappen Sieg gegen den Niederländer Verhoeven verteidigt.
Kabayel: Emotionale Reaktion auf Instagram
Auf seinem Instagram-Kanal zeigte sich Kabayel nach der Ankündigung des Boxverbands tief bewegt. „Worte können nicht beschreiben, was mir das bedeutet. Seit ich mit dem Boxen angefangen habe, war es mein Traum, Weltmeister zu werden. Viele Leute haben an mir gezweifelt, aber ich habe nie aufgehört, daran zu glauben“, schrieb der 34-Jährige.
Zwei Szenarien für den WBC
Nach Angaben des Verbands gibt es zwei mögliche Szenarien: Usyk hat 30 Tage Zeit, um den Kampf gegen Kabayel zu akzeptieren. Lehnt der Ukrainer ab, kann der WBC ihm den Titel entziehen und Kabayel zum neuen Weltmeister ernennen. In den vergangenen Monaten hatte Kabayel Usyk immer wieder zu einem Kampf aufgefordert. Zuletzt veröffentlichte der Bochumer ein Video, in dem er den Titelverteidiger direkt ansprach: „Der WBC will diesen Kampf sehen. Die Fans wollen ihn auch. Und du hast im Ring zugestimmt. Also, Usyk: Lass es uns angehen“, schrieb Kabayel dazu.
Deutsche Box-Hoffnung
Kabayel gilt als große deutsche Box-Hoffnung. Der Bochumer hält derzeit den WBC-Interimstitel, den er im Januar in Oberhausen erfolgreich gegen den Polen Damian Knyba verteidigte. Mit einem Sieg in einem WM-Kampf gegen Usyk wäre er der erste deutsche Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling im Jahr 1932.



