Schlagabtausch im Bundestag: „Reißen Sie sich zusammen“
Die politische Stimmung im Bundestag ist aufgeheizt. Der Wunsch nach Reformen ist groß, der Druck auf die Bundesregierung steigt. Die Opposition wirft Kanzler Friedrich Merz und seinem Kabinett vor, bisher zu wenig geliefert zu haben. Die Debatte am 11. Juni 2026 war geprägt von scharfen Worten und gegenseitigen Vorwürfen.
Bundeskanzler Friedrich Merz betonte in seiner Rede: „Ich möchte, dass wir zuhören, dass wir dann aber auch Entscheidungen treffen. Und genau daran arbeiten wir in der Bundesregierung. Die Zeit drängt. Jeden Tag gehen immer noch Arbeitsplätze in der Industrie verloren. Jeden Tag geben Unternehmen in unserem Land wegen zu hoher Kosten und vor allem wegen der hohen Bürokratielasten auf. Das kann und darf so nicht weitergehen.“
Britta Haßelmann von der Fraktion Die Grünen konterte scharf: „Ich könnte es mir jetzt einfach machen und sagen: Spätestens nach dieser Regierungserklärung von heute Morgen muss man zu dem Schluss kommen: Sie können es nicht. Ich mache das anders. Ich fordere Sie stattdessen auf: Reißen Sie sich zusammen! Liefern Sie! Begegnen Sie den Menschen mit Respekt!“
Alice Weidel von der AfD-Fraktion kritisierte die allgemeine Lage: „Wer nicht in einer abgeschotteten Blase lebt, für den sind die Zunahme der Gewalt, Sexual- und Rohheitsdelikte keine kalte Statistik, sondern tägliche Begleiter der eigenen Angst und die Sorge um unsere Kinder. Und was haben Sie alle, ja alle hier aus unserem Land durch Massenmigration, durch Verrohung und dem Sittenverfall nur aus unserem Land gemacht.“
Matthias Miersch von der SPD-Fraktion reagierte empört: „Ich weiß nicht, woher das kommt bei Ihnen. Aber wie abgrundtief müssen Sie Menschen hassen, wenn Sie hier Leute gegeneinander ausspielen, Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen? Es muss bei Ihnen etwas vorgefallen sein. Es tut mir leid. Es ist unerträglich, dieses von diesem Kult zu hören.“
Die Debatte zeigt die tiefen Gräben zwischen den Fraktionen. Weitere Themen waren unter anderem die Erniedrigung von Frauen und die Vetternwirtschaft der AfD. Merz äußerte sich auch zum Verhältnis zu den USA: „Man merkt, der Kanzler ist in Sorge.“



