ICC Berlin: Giffey sieht Philharmoniker als Untermieter
ICC Berlin: Giffey sieht Philharmoniker als Untermieter

Die Berliner Philharmoniker stehen vor einer umfassenden Modernisierung ihres traditionsreichen Konzerthauses. Bereits ab dem Jahr 2032 wird eine Ausweichspielstätte benötigt, während das berühmte Gebäude von Hans Scharoun saniert wird. In diesem Zusammenhang rückt das Internationale Congress Centrum (ICC) in der City West verstärkt in den Fokus.

Giffey sieht Potenzial im ICC

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) zeigt sich offen für eine Nutzung des ICC durch die Philharmoniker. Gegenüber der Zeitung „B.Z.“ erklärte sie: „Große Konzerte sind denkbar – auch der Berliner Philharmoniker.“ Die Philharmoniker-Intendantin Andrea Zietzschmann hatte zuvor mehrere Optionen genannt, darunter den früheren Flughafen Tempelhof und das ICC. Entscheidend seien Akustik, Anbindung und Kapazität.

Das ICC: Berlins Sorgenkind mit neuer Hoffnung

Das ICC ist seit 2014 geschlossen, da das Land Berlin die notwendigen Sanierungskosten nicht aufbringen konnte. Jährlich fallen rund zwei Millionen Euro für den Notbetrieb und Sicherheitsmaßnahmen an. Mehrere Versuche, einen Investor zu finden, scheiterten in der Vergangenheit. Doch nun zeichnet sich eine positive Wendung ab: Das Konzeptverfahren zur Vergabe des ICC läuft vielversprechend. Laut Informationen der „B.Z.“ will Giffey am 24. Juni bekanntgeben, welches Bieter-Konsortium das „Raumschiff am Messedamm“ wiederbeleben möchte.

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Details zum Bieterverfahren

Aus der ersten Phase des Konzeptverfahrens, die im Oktober abgeschlossen wurde, ist nur ein potenzieller Interessent übrig geblieben. Dieser muss die Wiederinbetriebnahme, Sanierung und notwendige Umbauten komplett privat finanzieren. Das Grundstück bleibt im Besitz des Landes, das Erbbaurecht soll für 99 Jahre gelten. Um die Kosten für den Altbau von 1979 zu decken, dürfen die Investoren das nicht denkmalgeschützte Parkhaus des ICC abreißen und die Fläche neu bebauen. Auch das bisher als Parkplatz genutzte Gelände gegenüber der Stirnseite des ICC (Messedamm 9) gehört zum Paket. Hier könnten in unmittelbarer Nähe zum Messegelände beispielsweise Hotels entstehen, deren Einnahmen die restlichen Baumaßnahmen quersubventionieren würden.

Philharmoniker als willkommene Untermieter

Die „B.Z.“ berichtete zudem, dass die Philharmoniker als Untermieter im ICC sehr willkommen wären. Dies würde nicht nur dem ICC neue Perspektiven eröffnen, sondern auch den Philharmonikern eine interimistische Spielstätte mit hohem Bekanntheitsgrad bieten. Die endgültige Entscheidung über die Ausweichspielstätte der Philharmoniker steht jedoch noch aus. Giffey betonte, dass die Akustik und weitere technische Anforderungen geprüft werden müssten.

Zukunft des ICC: Ein Hoffnungsschimmer

Das ICC, einst ein Symbol für Berlins Modernität, könnte durch die geplante Sanierung und die mögliche Nutzung durch die Philharmoniker eine Renaissance erleben. Die Kombination aus Konzertbetrieb und kommerzieller Nutzung der umliegenden Flächen verspricht eine nachhaltige Finanzierung. Die Stadt Berlin und die Investoren arbeiten daran, das ICC aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

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