Trump-WM: Wie der US-Präsident die Fußball-WM 2026 politisch nutzen will
Trump und die WM 2026: Politische Nutzung eines Großevents

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2026 in Kanada, Mexiko und den USA steht unter besonderen Vorzeichen. Während ein Krieg mit dem Iran läuft, Einreiseprobleme für Teilnehmer bestehen, die ICE-Abschiebetruppen mobilisiert werden und die Ticketpreise enorm sind, könnte US-Präsident Donald Trump das Turnier dennoch politisch für sich nutzen. Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Folge des Podcasts „Handelsblatt Trump Watch“.

Ein Großevent unter schwierigen Bedingungen

Die WM 2026 ist die erste mit drei Gastgeberländern und die zweite in den USA nach 1994. Doch die Rahmenbedingungen sind diesmal deutlich angespannter: Ein laufender militärischer Konflikt mit dem Iran, verschärfte Einreisebestimmungen und die Mobilisierung von Abschiebekräften werfen Schatten auf das Sportereignis. Hinzu kommen horrende Preise für Eintrittskarten, die viele Fans abschrecken.

Trumps Strategie: Ablenkung und Vereinnahmung

Der Kulturwissenschaftler Martin Lüthe von der FU Berlin sieht trotz aller Widrigkeiten eine positive Prognose für Trump. „Viele denken, dass so vieles nicht miteinander vereinbar sei, dass es Probleme geben müsse. Aber ich glaube, das wird einfach eine große WM, eine lange WM, sie wird das Publikum ermüden. Und am Ende wird Trump behaupten, es war die größte WM aller Zeiten“, so Lüthe im Podcast. Zudem könne Trump das Turnier nutzen, um von den zahlreichen Absagen zu den Feierlichkeiten am 250. Unabhängigkeitstag abzulenken.

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Historischer Vergleich: WM 1994 vs. 2026

Die Co-Hosts vergleichen die aktuelle Situation mit der WM 1994 in den USA. Damals war die Stimmung weitaus unbelasteter, das Turnier galt als großer Erfolg für den Fußball in Nordamerika. Heute hingegen sind politische und wirtschaftliche Spannungen allgegenwärtig. Dennoch, so die Einschätzung, werde Trump das Event für seine Zwecke instrumentalisieren.

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