Kanada plant Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige
Kanada: Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige geplant

Kanada will soziale Netzwerke für Minderjährige sperren

Die kanadische Regierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der es Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren verbieten soll, soziale Medien zu nutzen. Kulturminister Marc Miller begründete den Schritt mit den ernsten Risiken, die von Online-Plattformen für Minderjährige ausgehen. „Die Sicherheit von Kindern darf kein bloßer Nebengedanke sein“, erklärte er. Der Entwurf sieht vor, dass Social-Media-Konten erst ab einem Alter von 16 Jahren eröffnet werden dürfen. Zudem sollen Inhalte, die mit Künstlicher Intelligenz erzeugt werden, strenger kontrolliert werden.

Parlamentarisches Verfahren und Umsetzungsfragen

Ob und wann das Gesetz in Kraft treten kann, ist noch ungewiss. Der Entwurf muss das parlamentarische Verfahren durchlaufen, und es wird erwartet, dass die praktische Umsetzung politisch umstritten sein wird. Besonders die Frage, wie Plattformen das Alter der Nutzer verlässlich überprüfen können, ohne neue Datenschutzprobleme zu schaffen, dürfte für Diskussionen sorgen.

Internationaler Trend zu strengeren Regeln

International wächst der Druck auf große Plattformen, Kinder besser zu schützen. Australien führte im Dezember als erstes Land ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ein. Mehrere Länder haben ähnliche Schritte eingeleitet oder diskutieren sie. Auch in Europa wird über Altersgrenzen und schärfere Regeln debattiert. In Deutschland etwa wird ein Verbot bis zu einem bestimmten Alter immer wieder thematisiert. Die CDU will auf ihrem Parteitag über ein Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung von Plattformen wie Instagram und TikTok beraten. Kanzler Friedrich Merz zeigt sich offen dafür und verweist auf Probleme im Sozialverhalten von Jugendlichen.

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Der kanadische Gesetzentwurf ist Teil einer weltweiten Bewegung, die soziale Medien für Minderjährige einschränken will. Die Debatte über die richtige Balance zwischen Schutz und Freiheit wird dabei kontrovers geführt.

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