Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit neuen schweren Angriffen und der Besetzung der strategisch wichtigen Ölinsel Charg. Der Kreml appelliert an beide Seiten, Zurückhaltung zu wahren. Der Live-Blog fasst die aktuellen Ereignisse zusammen.
Trump kündigt neue Angriffe und Kontrolle über Ölmarkt an
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit neuen massiven Angriffen gedroht. In einer Ansprache kündigte er an, die USA würden den Iran in der kommenden Nacht „sehr hart treffen“. Zudem erklärte er, dass die USA in naher Zukunft die iranische Insel Charg sowie weitere Teile der Ölinfrastruktur einnehmen und die vollständige Kontrolle über die iranischen Öl- und Gasmärkte übernehmen würden. Über die Insel Charg wickelt der Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab, was ihre strategische Bedeutung unterstreicht.
Kreml ruft USA und Iran zur Zurückhaltung auf
Der Kreml hat die USA und den Iran eindringlich zur Zurückhaltung und zur Fortsetzung der Verhandlungen zur Beendigung ihres Krieges aufgerufen. Angesichts der gegenseitigen Angriffe und der Drohungen von US-Präsident Donald Trump droht der Konflikt erneut voll zu entflammen. Ein Anfang April vereinbarter brüchiger Waffenstillstand hatte die Kämpfe vorübergehend unterbrochen, doch die aktuellen Entwicklungen gefährden diese Vereinbarung.
Iran: US-Angriffe machen Waffenruhe bedeutungslos
Die Waffenruhe mit den USA ist nach Einschätzung des Irans durch neue US-Angriffe ausgehöhlt worden. Die Attacken hätten die Vereinbarung praktisch bedeutungslos gemacht, hieß es in einer Erklärung des iranischen Außenministeriums. Auf eine formelle Aufkündigung der seit April geltenden Waffenruhe verzichtete das Ministerium jedoch. Die Spannungen bleiben hoch.
Bemühungen um Abkommen zwischen USA und Iran intensiviert
Trotz der gegenseitigen Angriffe haben sich die Bemühungen um ein vorläufiges Abkommen zwischen den USA und dem Iran nach Angaben iranischer Insider intensiviert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters beraten beide Seiten auch über einen Mechanismus zur Freigabe eingefrorener iranischer Gelder. Dies deutet darauf hin, dass trotz der Eskalation diplomatische Kanale offen bleiben.
UN-Seeschifffahrts-Organisation verurteilt US-Angriff auf Tanker
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation der Vereinten Nationen (IMO) hat einen US-Angriff auf einen unter der Flagge Palaus fahrenden Tanker scharf verurteilt. Seit Beginn des Iran-Kriegs habe es in der Region 43 Angriffe auf die internationale Schifffahrt gegeben, beklagte die UN-Organisation. Die Sicherheit der Schifffahrt sei ernsthaft gefährdet.
Saudi-Arabien beendet Importverbot aus dem Libanon
Nach fünf Jahren hat Saudi-Arabien ein Verbot für Importe aus dem Libanon aufgehoben. Riad begründete den Schritt mit ermutigenden Maßnahmen der libanesischen Regierung zur Stärkung staatlicher Institutionen. Das Importverbot hatte einen der wichtigsten Exportmärkte des Libanons gekappt und vor allem die libanesische Landwirtschaft unter Druck gesetzt. Nun sollen die praktischen Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Exporte geschaffen werden.
Indien bestellt US-Gesandten nach Angriff auf Schiff mit indischer Besatzung ein
Nachdem US-Streitkräfte zum zweiten Mal in dieser Woche ein Schiff mit indischer Besatzung angegriffen hatten, bestellte Indien einen ranghohen US-Diplomaten ein. Der unter palauischer Flagge fahrende Tanker „Settebello“ wurde im Golf von Oman außer Gefecht gesetzt. Das Schiff hatte 24 indische Besatzungsmitglieder an Bord, von denen 21 gerettet werden konnten. Drei indische Seeleute kamen ums Leben, was die ersten gemeldeten Todesfälle seit Beginn der US-Blockade gegen Schiffe mit Verbindungen zum Iran darstellt.
Kuwait nimmt Flugverkehr wieder auf
Kuwait hat nach Angaben der Luftfahrtbehörde den Flugverkehr wieder aufgenommen und ist zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Wegen iranischer Angriffe war zuvor der Luftraum gesperrt und der Flugverkehr ausgesetzt worden. Die Lage scheint sich vorerst zu beruhigen.
Iran: Revolutionsgarden greifen US-Stützpunkt in Jordanien an
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen angegriffen. Ziele auf dem Stützpunkt Al-Asrak seien US-Flugzeuge, wichtige militärische Einrichtungen sowie das Kontrollzentrum gewesen. Der Angriff stellt eine deutliche Eskalation dar.
Kuwait schließt Luftraum wegen iranischer Angriffe
Wegen iranischer Angriffe schloss Kuwait vorübergehend seinen Luftraum. Flüge wurden umgeleitet, und die Armee des Landes wehrte feindliche Angriffe aus der Luft ab. Auch in Bahrain heulten Warnsirenen. Die Maßnahmen zeigen die regionale Ausbreitung des Konflikts.
US-Militär beendet neue Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge seine jüngste Runde von Luftangriffen gegen den Iran abgeschlossen. Die Streitkräfte hätten iranische militärische Überwachungsfähigkeiten, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsanlagen im gesamten Iran ins Visier genommen. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom erklärte, die Angriffe erfolgten als Reaktion auf die unbegründete und anhaltende Aggression des Irans. Der Iran hat mit Vergeltung gedroht.
Berichte über Angriffe bei Teheran
Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran ereigneten sich mitten in der Nacht mehrere Explosionen. Der staatliche iranische Rundfunk meldete Explosionen in der Pendlermetropole Karadsch, die nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Teheran entfernt liegt. Kampfdrohnen wurden westlich von Karadsch gesichtet. In sozialen Medien gab es Berichte über eine Angriffswelle nahe der Hauptstadt.
Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten
Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen angegriffen worden, und die Revolutionsgarden attackierten zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden. Von den betroffenen Staaten gab es zunächst keine Bestätigung.
Iran weist Kontakt zu Trump zurück und warnt vor Aggression
Der Iran hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump über direkte Kontakte zwischen beiden Seiten zurückgewiesen. Trumps Behauptung sei ein Vorwand, um einen Krieg zu vermeiden. Jede amerikanische Aggression werde mit einer entschlossenen militärischen Antwort beantwortet, hieß es aus Teheran.
US-Militär dementiert Komplettsperrung der Straße von Hormus
Das US-Militär hat die angebliche Komplettsperrung der Straße von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr dementiert. Handelsschiffe fuhren weiterhin durch die Meerenge, teilte Centcom mit. Zuvor hatte das iranische Militär die Straße von Hormus als Reaktion auf US-Angriffe komplett gesperrt und mit Angriffen auf Schiffe gedroht, die die Durchfahrt versuchen.
Trump: US-Kampfjets über dem Iran – Bombardierung endet in Kürze
US-Präsident Donald Trump erklärte, US-Kampfjets seien über dem Iran im Einsatz. Er habe direkt mit iranischen Vertretern gesprochen, die ihn gebeten hätten, die Bombardierung einzustellen. Die Bombardierung werde in Kürze enden, so Trump, der sich jedoch weitere Angriffe offen hält. Israel sei an den aktuellen Angriffen nicht beteiligt.
Iran schließt Straße von Hormus nach US-Angriffen
Nach US-Angriffen schloss der Iran eigenen Angaben zufolge die Straße von Hormus für die Durchfahrt jeglicher Schiffe. Das oberste iranische Militärkommando teilte mit, dass die Anordnung auch Öltanker und Handelsschiffe umfasse. Iranischen Medien zufolge seien bereits zwei Schiffe getroffen worden, die das Verbot missachtet hätten.
Medien: Iran greift US-Schiffe an – Explosionen in Hafenstädten
Iranische Streitkräfte griffen ersten Berichten zufolge US-Schiffe nahe der Straße von Hormus mit Raketen und Drohnen an. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete von Zusammenstößen auf See. Zudem gab es Meldungen über mehrere Explosionen in den iranischen Hafenstädten Gorgan und Bandar Abbas sowie in Bandar Sirik.
US-Militär: Neue Angriffe auf Ziele im Iran haben begonnen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von Präsident Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans, teilte Centcom mit.
Trump: Mehr als 100 Millionen Fass Öl in Geheim-Mission durch Straße von Hormus gebracht
US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, er habe im Mai das US-Militär angewiesen, Öl-Tanker und andere Handelsschiffe in einem geheimen Einsatz bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu unterstützen. Dadurch seien mehr als 100 Millionen Fass Öl auf den freien Markt gekommen. Mehr als 200 Schiffe seien sicher durch die Straße gebracht worden.
Trump: Noch heute weitere Angriffe auf den Iran
US-Präsident Donald Trump kündigte an, es werde noch heute weitere Angriffe auf den Iran geben. Dabei werde man den Iran „sehr hart“ treffen. Er werde aber nicht sagen, ob dabei auch Brücken und Kraftwerke ausgeschaltet würden. Trump sagte weiter, ein Deal mit dem Iran sei fertig ausgehandelt, und der Iran habe zugestimmt, keine Atomwaffe zu besitzen.
Israels Verteidigungsminister: Kampf gegen Iran nicht vorbei
Israels Kampf mit dem Iran ist nach Worten von Verteidigungsminister Israel Katz noch lange nicht beendet. Bei einer Preisverleihung sagte er: „Wenn der Iran Israel angreift, wird er einen schweren Schlag erleiden, so wie wir es vor einigen Tagen getan haben.“ Die israelische Armee sei darauf vorbereitet, mit großer Schlagkraft im Iran anzugreifen.
Trump will Ölpreis-Anstieg auf 250 Dollar verhindert haben
US-Präsident Donald Trump sagte, die USA hätten viel Öl aus dem Iran abgezogen. „Ich gebe das heute zum ersten Mal bekannt, aber wir haben Millionen Barrel Öl abgezogen, Millionen Barrel jede Nacht“, so Trump. Der Iran habe das gerade erst herausgefunden. Dadurch liege der Ölpreis bei 85 bis 90 Dollar pro Barrel statt bei 250 Dollar. US-Energieminister Chris Wright sagte kurz darauf im Kongress, ihm sei nicht bekannt, dass die USA Millionen Barrel Öl aus dem Iran abgezogen hätten.
Insider: Indien protestiert bei den USA wegen Tanker-Angriff vor Oman
Indien bestellte Insidern zufolge einen hochrangigen US-Diplomaten wegen eines Angriffs auf einen Tanker vor der Küste Omans ein. Indien habe beim stellvertretenden US-Botschafter Jason Meeks scharf protestiert. Nach dem Angriff würden drei Inder noch vermisst. Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, dass es Präzisionsmunition auf den Maschinenraum eines Öltankers abgefeuert und das Schiff manövrierunfähig gemacht habe.



