La Graciosa: Die unterschätzte 8. Kanareninsel entdecken
La Graciosa: Die unterschätzte 8. Kanareninsel

La Graciosa: Kennen Sie die unterschätzte 8. Kanareninsel? Die nur rund 30 Quadratkilometer große Insel zählt etwa 600 Einwohner und gehört erst seit 2018 offiziell als achte Insel zu den Kanaren. Wer auf den Kanaren Ruhe abseits der großen Ferienorte sucht, findet sie auf La Graciosa.

Lage und Anreise

Nur wenige Kilometer nördlich von Lanzarote liegt das Eiland im Atlantik. Die meisten Besucher kommen morgens mit der Fähre und fahren am Abend wieder zurück. Im Hochsommer können laut Einheimischen dennoch bis zu 3500 Tagesgäste auf die kleine Insel strömen. Daher sollte man sie besser außerhalb der Ferien besuchen, wie auch TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet.

Bedeutung des Namens

La Graciosa trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Übersetzt bedeutet er „Die Anmutige“. Schon bei der Überfahrt mit der Fähre ab Lanzarote fallen die kargen Hügel auf, die sich aus der flachen Landschaft erheben. Trotz ihrer vergleichsweise geringen Höhe prägen sie das Bild der Kanareninsel.

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Eine Insel ohne Autos

Der Charakter von La Graciosa wird vor allem durch eines bestimmt: Autos gibt es hier praktisch nicht. Nur wenige Geländewagen sind unterwegs, mit denen Einheimische Besucher über die sandigen Wege fahren. Das Zentrum des Insellebens ist der kleine Ort Caleta del Sebo. Von hier aus führen Pisten durch die trockene Landschaft zu den Stränden der Insel. Statt Asphalt bestimmen Sand, Wind und Meer das Tempo.

Strände und Natur

Besonders bekannt ist die Playa de las Conchas an der Nordküste. Der Strand liegt rund fünf Kilometer von Caleta del Sebo entfernt und gilt als einer der eindrucksvollsten Orte der Insel. Heller Sand trifft hier auf türkisfarbenes Wasser und dunkles Vulkangestein. Doch die Natur kann auch gefährlich werden. An der Playa de las Conchas warnt häufig eine rote Fahne vor dem Baden. Starke Wellen und gefährliche Unterströmungen können das Meer dort riskant machen.

Kontraste zwischen Vulkan und Meer

Die Landschaft von La Graciosa lebt von ihren Gegensätzen. Braun-rote Vulkanhänge, helle Sandflächen und das intensive Blau des Atlantiks wechseln sich auf engem Raum ab. Nur wenige Pflanzen durchbrechen die karge Kulisse. Vom Montaña Bermeja aus reicht der Blick über weitere Inseln des Chinijo-Archipels. Dazu gehören Alegranza, Montaña Clara, Roque del Este und Roque del Oeste, die unbewohnt sind.

Weitere Ausflugsziele

Ein weiteres Ziel ist der Montaña Amarilla im Südosten der Insel. Der gelb-rötliche Vulkan rahmt mehrere Buchten ein und sorgt besonders bei Sonnenschein für auffällige Farbkontraste zwischen Fels und Wasser. Die Strände dort werden etwas stärker besucht als die abgelegenere Playa de las Conchas, bleiben aber deutlich ruhiger als viele Küstenabschnitte der großen Kanareninseln.

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