Am Montagnachmittag ereignete sich am U- und S-Bahnhof Hermannstraße in Berlin-Neukölln ein schwerer Verkehrsunfall mit einem BVG-Bus. Ein Mann, der nach Zeugenaussagen bei Rot über die Ampel lief, zwang den Busfahrer zu einem Ausweichmanöver. Der Bus lenkte auf den Gehweg, prallte zunächst gegen einen Mülleimer und dann gegen eine Straßenlaterne. Der Laternenmast knickte um und fiel auf zwei wartende Fahrgäste an der Bushaltestelle.
Schwerverletzte und Rettungseinsatz
Eine 68-jährige Frau und ein 38-jähriger Mann erlitten schwere Verletzungen. Die Frau wurde am Kopf getroffen, beide zogen sich Beinverletzungen zu. Sie wurden zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht. Auch der 39-jährige Busfahrer stand unter dem Eindruck des Geschehens und wurde medizinisch versorgt. Der Fußgänger, der den Unfall auslöste, wurde lediglich an der Hand touchiert und benötigte keine Behandlung.
Ermittlungen und Verkehrsbeeinträchtigungen
Die Polizei ermittelt zum genauen Unfallhergang. Die Hermannstraße war am späten Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben, der Gehweg blieb jedoch gesperrt. Die Feuerwehr war im Einsatz, um den Laternenmast zu beseitigen. Der Bus war zum Unfallzeitpunkt ohne Fahrgäste unterwegs und befand sich auf dem Weg zur Bushaltestelle, um seine Fahrt zu beginnen.



