Hitze-Hotspots in Tempelhof-Schöneberg: Diese Gebiete sind besonders betroffen
Hitze-Hotspots in Tempelhof-Schöneberg: Hier ist es am heißesten

Der Klimawandel macht sich in Berlin immer deutlicher bemerkbar. Eine aktuelle Klimarisikoanalyse der Senatsumweltverwaltung zeigt, dass es in einigen Stadtteilen gefährlich heiß werden kann. Besonders betroffen ist der Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Karte der Risikogebiete offenbart lokale Unterschiede.

Hitze-Hotspots im Norden des Bezirks

Die Daten belegen, dass vor allem dicht bebaute und stark versiegelte Quartiere unter der Hitze leiden. Auch entlang großer Verkehrsachsen steigen die Temperaturen. In Tempelhof-Schöneberg sind insbesondere die Wohngegenden in Lichtenrade, Marienfelde und Mariendorf betroffen. Allerdings verfügen diese Gebiete über einen höheren Anteil an Grünflächen, was nachts für Abkühlung sorgt.

Anders sieht es in den nördlicheren Wohngegenden wie Friedenau und Schöneberg aus. Hier kühlt es nachts weniger ab, und entlang größerer Straßen besteht auch in der Nacht noch Hitzegefahr. Der Norden Schönebergs gilt daher als besonderes Risikogebiet.

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Ältere Menschen besonders gefährdet

Das Risiko, an Hitze zu sterben, ist im Norden Schönebergs am höchsten. Der Grund: Hier leben viele ältere Menschen, die für hohe Temperaturen besonders anfällig sind. Die Analyse zeigt, dass vulnerable Altersgruppen in diesen Gebieten überdurchschnittlich stark vertreten sind.

Zudem gibt es in Berlin Bereiche mit sogenannter Mehrbelastung. Diese sind durch Hitze, Lärm, schlechte Luft und wenige Grünflächen gekennzeichnet. Der Umweltgerechtigkeitsatlas weist in Tempelhof-Schöneberg die Gebiete rund um die Feurigstraße in Schöneberg und die Taunusstraße in Friedenau als solche aus.

Starkregen und Überflutungsgefahr

Neben der Hitze birgt auch Starkregen zunehmend Gefahren. Die Klimarisikoanalyse identifiziert in Tempelhof-Schöneberg mehrere überflutungsgefährdete Gebiete. Dabei handelt es sich meist um Tiefpunkte im Gelände nahe stark versiegelter Flächen, wo das Regenwasser nicht schnell genug abfließen kann. Besonders betroffen sind Teile von Lichtenrade, Marienfelde und Friedenau.

In diesen urbanen Kernen mit hohem Asphaltanteil kann das Regenwasser kaum im Boden versickern, sodass die Kanalisation schnell überlastet ist. Das im November 2025 in Kraft getretene Klimaanpassungsgesetz verpflichtet das Land Berlin zur Erstellung dieser Risikoanalyse. Sie soll nun als Grundlage dienen, um die Stadt auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.

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