Potsdams Jugendamt: Weitere Beschwerden nach Manipulationsvorwürfen
Potsdams Jugendamt: Weitere Beschwerden nach Vorwürfen

Das Potsdamer Jugendamt sieht sich mit weiteren Beschwerden konfrontiert, nachdem ein SPD-Politiker Manipulation und Machtmissbrauch vorgeworfen hatte. Das Rathaus bestätigte auf Anfrage, dass neue Fälle geprüft werden.

Vorwürfe gegen das Jugendamt

Der SPD-Politiker hatte kritisiert, dass das Jugendamt zu häufig Kinder und Jugendliche aus ihren Familien nehme. Die Stadtverwaltung versucht nun, die gestiegene Zahl von Inobhutnahmen zu erklären. Nach Angaben der Stadt wurden im Jahr 2023 insgesamt 245 Kinder in Obhut genommen, ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Reaktion der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung betont, dass jede Entscheidung individuell und im Sinne des Kindeswohls getroffen werde. „Wir nehmen die Vorwürfe ernst und prüfen jeden Einzelfall sorgfältig“, sagte ein Sprecher. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die gestiegene Zahl auch auf eine erhöhte Sensibilität in der Bevölkerung und eine bessere Meldepraxis zurückzuführen sei.

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Weitere Beschwerden eingegangen

Seit den öffentlichen Vorwürfen sind nach Angaben der Stadt mehrere neue Beschwerden eingegangen. Diese würden nun systematisch ausgewertet. Details zu den neuen Fällen nannte das Rathaus nicht, verwies aber auf laufende interne Prüfungen.

Politische Debatte

Die Affäre hat eine politische Debatte über die Arbeit des Jugendamtes ausgelöst. Die SPD-Fraktion im Potsdamer Stadtparlament forderte eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses. „Wir brauchen mehr Transparenz und eine unabhängige Überprüfung der Verfahren“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Die CDU schloss sich der Forderung an und verlangte einen Bericht der Verwaltung.

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