Die Polizei ist am Dienstag mit einem Großaufgebot im Rathaus von Lengerich im Einsatz. Nach übereinstimmenden Medienberichten droht ein Mann damit, sich selbst anzuzünden. Möglicherweise hält er eine Geisel fest. Das Gebäude in der rund 23.000 Einwohner zählenden Kleinstadt zwischen Münster und Osnabrück wurde bereits evakuiert.
Mann übergießt sich mit Benzin und hält Feuerzeug in der Hand
Laut Informationen der „Bild“-Zeitung soll sich der bislang unbekannte Täter gegen 13 Uhr im Haupthaus der Stadtverwaltung mit Benzin übergossen haben. Seitdem halte er ein Feuerzeug in der Hand. Mindestens eine weitere Person befinde sich in seiner unmittelbaren Nähe, möglicherweise handele es sich um eine Geisel. Die „Münstersche Zeitung“ berichtet, dass weitere Polizeikräfte aus der Region, darunter ein Sondereinsatzkommando (SEK), zum Einsatzort unterwegs seien.
Evakuierung und Sperrung des Rathausbereiches
Der Bereich um das Rathaus wurde weiträumig abgesperrt. Die Einsatzkräfte wurden gegen 12.30 Uhr über den Vorfall informiert. Sie brachten nicht betroffene Rathausmitarbeiter in Sicherheit. Das Nebengebäude, eine Musikschule, sei von den Maßnahmen nicht betroffen, der Betrieb laufe dort weiter, so die „Münstersche Zeitung“. Eine Polizeisprecherin erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Wir haben aktuell keine Erkenntnisse, dass irgendeine Gefahr für die Bevölkerung besteht.“
Hintergrund und Hinweis der Redaktion
Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und verhandelt offenbar mit dem Mann. Weitere Details werden in Kürze erwartet. Die Redaktion weist darauf hin, dass aufgrund der hohen Nachahmerquote in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche berichtet wird, es sei denn, sie erfahren besondere Aufmerksamkeit. Bei Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken hilft die Telefonseelsorge unter den kostenfreien Nummern 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de.



