Biathlon-Ausflug: Polizist soll Kollegin vergewaltigt haben
Biathlon-Ausflug: Polizist soll Kollegin vergewaltigt haben

Ein geplanter entspannter Ausflug zum Biathlon-Weltcup in Ruhpolding unter Kollegen endete für eine Polizistin in einem Albtraum. Ihr Kollege, der Flughafen-Polizist Benjamin L. (36), soll sich an der 26-jährigen Frau vergangen haben, während sie schlief. Der Beamte steht nun vor dem Amtsgericht Traunstein wegen Vergewaltigung vor Gericht.

Vorwürfe der Staatsanwaltschaft

Laut Staatsanwaltschaft fuhr die Beamtin im Jahr 2024 mit sieben weiteren Bundespolizei-Kollegen zum Biathlon-Weltcup nach Ruhpolding in Bayern. Unter ihnen war auch Benjamin L., der am Flughafen als Gruppenleiter tätig war. Die Gruppe hielt sich laut Anklage bis zum Abend auf der Veranstaltung auf und konsumierte Alkohol, insbesondere Bier. Am Abend besuchten sie eine Party und kehrten gegen 3 Uhr morgens ins Hotel zurück.

Vorfall im Hotelzimmer

Die Polizistin übernachtete gemeinsam mit ihrem besten Freund und Benjamin L. im selben Zimmer. Während die beiden Männer sich die Zähne putzten, legte sich die Frau laut Anklage ins Bett und schlief ein. Später wachte sie aufgrund von Schmerzen im Unterleib und weil sie „schmatzende Geräusche“ hörte. Benjamin L. soll nackt hinter ihr gelegen haben und sich an ihr vergangen haben. Sie habe ihn mehrfach weggestoßen, woraufhin er wieder einschlief.

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Folgen für das Opfer

Die Polizistin leidet seit dem Vorfall unter Schlafstörungen und Panikattacken. Sie stellte einen Härtefallantrag und wurde in ihre Heimat nach Ostdeutschland versetzt. Der Verteidiger von L., Alexander Betz, erklärte, dass die Frau auch gegen zwei weitere Kollegen Anzeigen wegen sexueller Belästigung erstattet habe, die jedoch eingestellt wurden.

Gerichtsverfahren und mögliche Konsequenzen

Vor Gericht schwieg der Polizist zu den Vorwürfen. Die Aussage der Frau fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein Urteil wird für Anfang Juli erwartet. Sollte der Polizist zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt werden, verliert er seinen Beamtenstatus und alle Pensionsansprüche.

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