14 Jahre Haft nach Millionenraub auf Geldtransporter in Berlin
14 Jahre Haft nach Millionenraub auf Geldtransporter

Das Berliner Landgericht hat drei Männer nach einem bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Marzahn verurteilt. Ein 22-jähriger Haupttäter erhielt 14 Jahre Haft wegen versuchten Mordes und besonders schweren Raubes. Er hatte bei der Tat im März 2025 eine Kriegswaffe eingesetzt. Ein 21-Jähriger wurde zu einer Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren wegen besonders schweren Raubes verurteilt, ein 26-Jähriger erhielt zweieinhalb Jahre Haft wegen Beihilfe. Ein vierter Angeklagter wurde freigesprochen.

Tatablauf und Urteilsbegründung

Laut Urteil fuhren die Täter mit Blaulicht auf den Geldtransporter zu, bremsten ihn aus und blockierten ihn. Der 22-Jährige besprühte die Frontscheibe mit schwarzer Farbe und feuerte dann mit einem Sturmgewehr „zielgerichtet auf die Frontscheibe in Höhe des Beifahrers“, so Richter Vogl. Er habe aus Habgier gehandelt und eine mögliche Tötung billigend in Kauf genommen. Die Insassen des Transporters blieben äußerlich unverletzt. Die Täter erbeuteten 26 von 107 Geldkassetten mit rund 2,4 Millionen Euro, setzten ein Tatfahrzeug in Brand und flohen.

Beute sichergestellt und Festnahmen

Kurz nach der Tat sicherte die Polizei auf einem Gewerbegelände in Berlin-Neukölln das Fluchtauto, Tatwerkzeug und die Beute. Die Angeklagten wurden rund zwei Monate später festgenommen. Der 21-Jährige hatte im Prozess gestanden. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen zwischen vier und zwölf Jahren beantragt, die Verteidigung forderte für den Geständigen maximal vier Jahre Jugendstrafe. Bei der Urteilsverkündung kam es zu tumultartigen Szenen: Zuhörer beleidigten das Gericht, mehrere Störer mussten den Saal verlassen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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