Kulturstaatsminister Weimer sieht beim Humboldt Forum noch Luft nach oben
Weimer: Humboldt Forum hat noch Entwicklungspotenzial

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sieht beim Berliner Humboldt Forum fünf Jahre nach der Eröffnung noch deutliche Entwicklungsmöglichkeiten. Das Ausstellungszentrum im teilrekonstruierten Berliner Schloss habe zwar eine erfolgreiche Gründungsphase hinter sich, nun stehe das Haus jedoch vor der anspruchsvolleren Aufgabe, sich zu einer echten Institution mit gemeinsamem Selbstverständnis zu entwickeln.

Erfolg und Zäsur nach fünf Jahren

„Fünf Jahre Humboldt Forum sind ein Erfolg und eine Zäsur“, teilte Weimer mit. „Die Phasen der Gründung und des Aufbaus sind vollendet. Jetzt beginnt die anspruchsvollere Aufgabe.“ Unter seinem Dach versammle das Humboldt Forum starke Institutionen, darunter das Ethnologische Museum, das Museum für Asiatische Kunst, das Stadtmuseum Berlin und die Humboldt-Universität. „Nun kann sich das Haus zu einer Institution mit einem gemeinsamen Selbstverständnis entwickeln“, so Weimer weiter. „Der Maßstab dafür sind nicht alleine Zuständigkeiten. Wichtig sind die Menschen, die ins Humboldt Forum kommen.“

Besucherperspektive als gemeinsamer Kompass

Für die Besucherinnen und Besucher könne das Humboldt Forum mehr sein als ein kultureller Ort, erklärte Weimer der Deutschen Presse-Agentur. Es könne ein Erlebnis werden, das in sich stimmig, verständlich und einladend sei. An diesem gemeinsamen Verständnis werde aktuell gearbeitet, mit der Besucherinnen- und Besucherperspektive als gemeinsamem Kompass. „Ich begrüße diese positive Entwicklung ausdrücklich und ermutige alle Beteiligten, diesen Weg gemeinsam und entschlossen weiterzugehen.“

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Historischer Hintergrund des Bauwerks

Das Humboldt Forum liegt im teilrekonstruierten Berliner Schloss. Das ursprüngliche Schloss war 1950 gesprengt worden. Ab 1976 stand dort der Palast der Republik der DDR, der 1990 wegen Asbestbelastung geschlossen wurde. 2002 beschloss der Deutsche Bundestag die Teilrekonstruktion des Schlosses – ein Beschluss, der teils heftig kritisiert wurde. Heute beherbergt das Haus mehrere Akteure und zeigt unter anderem die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst.

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