Ein schwerer Fall von Kindesmissbrauch erschüttert den Fußballbezirk Nordschwarzwald. Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat Anklage gegen einen ehemaligen Jugendtrainer erhoben. Dem 23-jährigen Mann werden mehrere Straftaten vorgeworfen, darunter die Herstellung und Verbreitung von sexuellen Darstellungen Jugendlicher. Insgesamt soll es mindestens 14 Geschädigte geben.
Die Vorwürfe im Detail
Laut der Staatsanwaltschaft umfasst die Anklage mehrere Fälle von Darstellungen des sexuellen Kindesmissbrauchs, die sich in den Jahren 2018 sowie zwischen 2023 und 2025 ereignet haben sollen. Der Angeklagte war als Jugendtrainer im Fußballbezirk Nordschwarzwald tätig. Bei den Geschädigten handelt es sich größtenteils um ehemalige Jugendspieler des Trainers.
Ermittlungen nach Anzeige im Frühjahr 2025
Die umfangreichen Ermittlungen wurden nach einer Anzeige im Frühjahr 2025 eingeleitet und sind nun abgeschlossen. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Datenträger beschlagnahmt. Der Mann soll Kinder über sein Handy aufgefordert haben, ihm Nacktbilder zu schicken.
Anklagepunkte
Die Anklage umfasst unter anderem den Vorwurf des Verbreitens pornografischer Inhalte, der Besorgung kinder- und jugendpornografischer Inhalte, des Herstellens jugendpornografischer Inhalte, des sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie des sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt. Auch der Besitz kinder- und jugendpornografischer Inhalte wird ihm zur Last gelegt.
Einstellung weiterer Vorwürfe
Anfangs ging die Anklagebehörde von noch mehr Fällen aus. Die Vorwürfe zum Nachteil von 27 weiteren Geschädigten wurden jedoch überwiegend mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Andere Fälle wurden nicht verfolgt, da die zu erwartende Strafe prognostisch nicht erheblich ins Gewicht gefallen wäre, wie der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.
Wann der Prozess vor dem Amtsgericht Rottweil beginnt, ist derzeit noch unklar. Der Fall hat im Fußballbezirk Nordschwarzwald für Entsetzen gesorgt und wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren von sexualisierter Gewalt im Jugendbereich.



