Berlin-Neukölln, Sonnenallee, ein Freitagmittag um 12 Uhr. Vor einem Eckladen hängen blaue und rote Luftballons, darunter eine Menschenschlange. Vor allem Jungs stehen an, die meisten zwischen 12 und 15 Jahre alt. Sie warten auf das legendäre Grillhühnchen von „Nhas City Chicken“. Der Laden ist ein Internet-Phänomen, das sogar den Rapper Drake anzog.
Vom Imbiss zum viralen Hit
Omar Nhas, der Besitzer, hat es geschafft, aus einem einfachen Imbiss eine Kultmarke zu machen. Seine Videos auf TikTok und Instagram zeigen knusprige Hähnchen, die in einer speziellen Marinade zubereitet werden. Die Clips haben Millionen Aufrufe. „Die Leute kommen wegen des Geschmacks, aber auch wegen des Hypes“, sagt Nhas im Gespräch mit dem Tagesspiegel.
Drake und die Schlange
Selbst der kanadische Superstar Drake soll schon bei Nhas City Chicken vorbeigeschaut haben, wie Gerüchte besagen. Obwohl Nhas dies nicht offiziell bestätigt, hat die Geschichte die Fantasie der Fans beflügelt. Die Schlange vor dem Laden reicht oft bis zur nächsten Straßenecke. An guten Tagen verkauft Nhas über 200 Hähnchen – eine Zahl, die für einen kleinen Imbiss beachtlich ist.
Die Zutaten des Erfolgs
Das Geheimnis liegt in der Zubereitung: Die Hähnchen werden stundenlang mariniert und dann über Holzkohle gegrillt. „Wir verwenden eine geheime Gewürzmischung, die ich von meiner Großmutter habe“, verrät Nhas. Dazu gibt es selbstgemachte Soßen und Beilagen. Die Preise sind moderat: Ein ganzes Hähnchen kostet 8,50 Euro.
Viral gehen leicht gemacht
Auf die Frage, wie man virale Videos dreht, antwortet Nhas: „Man muss authentisch sein. Zeig, was du wirklich machst, und hab Spaß daran.“ Seine Clips sind einfach gefilmt, oft mit der Handykamera, aber sie zeigen die Leidenschaft für das Produkt. „Die Leute merken, wenn etwas echt ist.“
Ausblick: Expansion geplant
Der Erfolg macht hungrig auf mehr. Nhas denkt über eine zweite Filiale nach. „Vielleicht in Kreuzberg oder Friedrichshain“, überlegt er. Auch ein Foodtruck ist im Gespräch. Die Nachfrage ist da: „Jeden Tag bekomme ich Nachrichten von Leuten, die fragen, wann ich in ihrer Stadt aufmache.“



