Am Montag hat die Berliner Senatsbildungsverwaltung erstmals ein Konflikt- und Gewaltbarometer vorgestellt. Die repräsentative Studie, für die Tausende Schüler:innen, Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende an öffentlichen Schulen befragt wurden, belegt wissenschaftlich, wie sehr der Schulalltag von Gewalt und Konflikten geprägt ist.
Hoher Druck auf Schüler und Lehrkräfte
Laut der Studie stehen Schüler und Lehrkräfte unter enormem Druck. „Da wirft also einer einen Radierer – und dann geht die Bombe hoch“, beschreibt einer der Studienautoren die Dynamik. Viele Konflikte eskalieren schnell, und Lehrkräfte schreiten oft nicht ein. Der Autor zeigt sich überrascht über die Häufigkeit solcher Vorfälle.
Ergebnisse der Studie
Die Untersuchung zeigt, dass Gewalt und Konflikte an Berliner Schulen alltäglich sind. Betroffen sind sowohl Schüler als auch Lehrer. Die Studie liefert erstmals repräsentative Daten zu diesem Thema. Die Senatsbildungsverwaltung will die Ergebnisse nutzen, um gezielte Maßnahmen zur Konfliktprävention zu entwickeln.
Reaktionen und Ausblick
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) kündigte an, die Ergebnisse ernst zu nehmen und in die Schulpolitik einfließen zu lassen. „Wir müssen die Schulen besser unterstützen, um ein sicheres Lernumfeld zu schaffen“, so Günther-Wünsch. Die Studie soll regelmäßig wiederholt werden, um die Entwicklung zu beobachten.



