Peinliche Szenen am Frühstücksbuffet: Deutsche Touristen im Urlaub
Unser Autor erlebt im Sommerurlaub auf der griechischen Insel Kos fragwürdiges Verhalten deutscher Urlauber. Am Buffet zeigen manche Eltern ein Verhalten, das puren Fremdschämen auslöst.
Vor einigen Tagen kehrte ich aus dem Sommerurlaub zurück. Ein Aufenthalt auf der griechischen Insel Kos im Ägäischen Meer brachte herrliche Erholung am Strand. Das riesige Buffet im Hotel ließ keine Wünsche offen. Doch eine Sache störte mich: das Verhalten anderer deutscher Touristen.
Bereits vor zwei Jahren hatte ich auf Rhodos eine ähnliche Situation beobachtet. Damals zog eine Mutter eine Tupperbox aus einem Rucksack, den sie unter der Tischdecke versteckt hatte. Sie schaute sich kurz um, damit kein Kellner etwas bemerkte, und packte eine Handvoll Würstchen für ihr Kind in die Box.
Diese Szene blieb mir wegen ihrer Absurdität in Erinnerung. Doch was ich nun auf Kos erlebte, übertraf alles. Wieder fiel mir eine deutsche Mutter auf. Sie versuchte gar nicht erst, das Essen heimlich mitgehen zu lassen. Stattdessen stellte sie während des gesamten Frühstücks ihre Box mitten auf den Tisch. Jeder konnte sehen, was sie hineinschaufelte. Nach und nach wanderte ein gewaltiger Stapel Pancakes vom Teller in die Box. Den restlichen Freiraum füllte sie mit Erdbeeren und Melone. Ihr Mann versuchte, eine ganze Nektarine hineinzuzwängen, scheiterte jedoch.
Am nächsten Tag wiederholte sich das Schauspiel. Eine befreundete Familie am Nachbartisch machte es nach und füllte sich ebenfalls eine Box mit Essen. Bei solchem Verhalten kann man sich für seine Mitbürger nur noch fremdschämen. Kein Wunder, dass deutsche Touristen im Ausland einen schlechten Ruf haben.
Am 9. Juli beginnen in Berlin die Sommerferien. Wer dann in ferne Länder reist, hat die Möglichkeit, das Image der Deutschen zu verbessern.



