Drei Tote und drei Vermisste bei Badeunfällen am Wochenende
Drei Tote, drei Vermisste bei Badeunfällen

Drei Menschen sind bei Badeunfällen am Wochenende gestorben, drei weitere werden vermisst. Die hochsommerlichen Temperaturen locken viele Menschen in Seen und Flüsse, doch die Gefahren werden oft unterschätzt. In Hessen werden drei Personen nach dem Baden im Rhein bei der Gemeinde Biblis vermisst. „Wir müssen von dem Schlimmsten ausgehen“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Suchmaßnahmen waren zunächst nicht mehr geplant.

Vermisste im Rhein bei Biblis

Ein 50-Jähriger, der am Samstagnachmittag zum Schwimmen ging, kehrte bis zum Abend nicht zurück, wie die Polizei mitteilte. Während der Suche wurde die Besatzung eines Polizeibootes von Passanten vom Ufer aus darauf aufmerksam gemacht, dass zwei 23- und 27-jährige Nichtschwimmer im Rhein untergegangen seien. Sofortige Suchmaßnahmen blieben auch in diesem Fall zunächst erfolglos. Die Strömung werde unterschätzt, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen.

Tödlicher Badeunfall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ertrank am Samstag ein 23-Jähriger in einem Badesee in Rheinstetten bei Karlsruhe. Einsatzkräfte der Feuerwehr, DLRG, Polizei und des Rettungsdienstes bargen den Mann tot aus dem Wasser. Eine Zeugin hatte beobachtet, dass der Schwimmer beim Baden nicht mehr auftauchte. Boote und Taucher suchten das Gewässer ab, auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Nach rund eineinhalb Stunden fanden die Einsatzkräfte den 23-Jährigen leblos. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.

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Jugendlicher im Rhein-Herne-Kanal gestorben

In Gelsenkirchen ist ein 16 Jahre alter Jugendlicher bei einem Badeunfall ums Leben gekommen. Er sei am Samstagabend in den Rhein-Herne-Kanal gesprungen und nicht wieder aufgetaucht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Angehörige wählten den Notruf und suchten im Wasser. Taucher der Feuerwehr fanden ihn relativ schnell. Rettungskräfte versuchten eine Reanimation und brachten ihn ins Krankenhaus, wo er starb.

Weiterer Todesfall in Coburg

Einen tödlichen Badeunfall gab es auch in einem See in Dörfles-Esbach im Landkreis Coburg. Ein 24 Jahre alter Mann ging am Freitagabend schwimmen und kehrte nicht zurück, teilte die Polizei am Samstag mit. Seine Begleiter tätigten einen Notruf. Der 24-Jährige wurde von Rettungstauchern geborgen und im Krankenhaus für tot erklärt. Die Kripo Coburg ermittelt zu den Todesumständen.

Jährlich ertrinken etwa 400 Menschen in Deutschland

Jährlich ertrinken in Deutschland etwa 400 Menschen, vorwiegend in Teichen, Seen, Bächen und Flüssen. Viele Schwimmer überschätzen ihre Fähigkeiten und unterschätzen die Risiken wie Strömungen. Städte wie Düsseldorf, Köln, Neuss und Duisburg haben das Baden im Rhein verboten, nachdem Jahr für Jahr Badende von der Strömung fortgerissen wurden und starben.

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