Ab 2026 wird die regelmäßige Überprüfung von Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen, Wohnwagen, Caravans und Booten zur Pflicht. Bisher war diese Kontrolle nur eine Empfehlung. Die Prüfung muss künftig alle zwei Jahre von einem Sachkundigen durchgeführt werden.
Der Sachverständige Björn Hildesheim erklärt, dass dabei alle Halterungen, Lüftungsöffnungen, Dichtungen und Ventile der Gasanlage kontrolliert werden. Auch gasbetriebene Geräte und Abgasrohre werden einem Sicherheits- und Funktionstest unterzogen. Die Prüfung ist unabhängig von der Hauptuntersuchung und kostet zwischen 40 und 80 Euro. Sie dauert etwa 20 bis 45 Minuten.
Nach bestandener Kontrolle erhalten Fahrzeuge eine gelbe Prüfbescheinigung und eine Plakette, die außen am Fahrzeug angebracht werden muss. Für Boote gibt es eine blaue Bescheinigung. Versäumnisse werden mit gestaffelten Bußgeldern geahndet, und die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften.
Hintergrund der neuen Regelung ist die Unfallgefahr durch austretendes Gas, das zu Explosionen führen kann. Hildesheim betont die Lebensgefahr und führt einen Dichtigkeitstest mit 150 Millibar Druck durch. Anschlussschläuche und Druckminderer dürfen nicht älter als zehn Jahre sein.
Als Sachkundige gelten auch Wohnmobil-Fachhändler und Werkstätten, die in Kooperation mit Prüfstellen wie TÜV, Dekra oder GTÜ arbeiten. Voraussetzung ist eine Schulung durch den Deutschen Flüssiggasverband. Bei neuen Fahrzeugen muss die Überprüfung vor der ersten Inbetriebnahme erfolgen, und die Nachweise sollten beim Kauf übergeben werden.



